NMUN - was ist das eigentlich?

 

Bei der National Model United Nations handelt es sich um die weltwelt größte Simulation der Generalversammlung der Vereinten Nationen, an der sich auch in diesem Jahr zahlreiche Studierende aus der ganzen Welt beteiligen. Im vergangenen Jahr nahmen 6500 Studierenden aus allen sechs Kontinenten an den Konferenzen in New York, Washington DC und Canada teil. 

Der Begriff National Model United Nations (auch National Model UN oder NMUN) bezeichnet Simulationen für Studenten, in denen die Arbeit der Vereinten Nationen (UN) nachgestellt wird.

Dazu werden u. a. an Schulen und Universitäten auf der ganzen Welt Konferenzen veranstaltet, deren Struktur denen der UN nachempfunden sind. Die Teilnehmer sind entsprechend Studenten, die in die Rolle eines Diplomaten eines der Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen, aber üblicherweise nicht ihrer eigenen, schlüpfen. Diese Delegierten vertreten die Meinung "ihres" Landes dann in simulierten Komitees (z.B. in der UN- Generalversammlung oder im Ausschuss für Fragen der Menschenrechte.) Dort werden nach einer Tagesordnung aktuelle weltpolitische Themen diskutiert und Resolutionstexte entworfen. Die Delegierten versuchen, Unterstützer für ihre Resolutionsentwürfe zu finden oder durch Kompromissbildung im Sinne ihres Landes für sich zu gewinnen, um anschließend im Komitee über die Resolution zu diskutieren. Wird sie im Gremium verabschiedet, wird der Entwurf häufig an die simulierte Vollversammlung der Vereinten Nationen weitergeleitet, wo nach einer erneuten Diskussion und Abstimmung die Resolution endgültig in Kraft treten kann.

Die Teilnehmer an NMUN-Konferenzen sollen befähigt werden, sich über komplexe politische Probleme zu informieren und diese anschließend mit anderen Teilnehmern zu diskutieren. Sie sollen sich in die Rolle des Vertreters eines für sie fremden Landes hineinversetzen und so Verständnis für die Probleme und Situationen anderer Völker und Kulturen entwickeln.

Darüber hinaus sollen auch Fähigkeiten in Rhetorik, Verhandlungstaktik und Diplomatie, sowie, je nach Art der Konferenz, Fremdsprachenkenntnisse erweitert und vertieft werden. Nicht zuletzt spielt auch der faire Umgang mit Andersdenkenden und die vorurteilsfreie Auseinandersetzung mit deren Standpunkten eine wichtige Rolle.

 

 

 

 

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